Lilit Grigoryan

Pianistin

Lilit Grigoryan wurde 1985 im armenischen Jerewan geboren und erhielt mit sieben Jahren ersten Klavierunterricht bei Prof. Arkuhi Harutyunyan; später studierte sie bei Prof. Sergei Sarajyan und Prof. Matthias Kirschnereit. Sie schloss ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock mit der höchsten Auszeichnung ab.

Von 2012 bis 2016 war Lilit zudem Artist in Residence an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Belgien, wo sie von Maria João Pires betreut wurde. Seitdem besteht eine intensive und inspirierende Zusammenarbeit mit Maria João und ihren verschiedenen Projekten.

Lilit unternimmt Konzertreisen in alle Welt und tritt an namhaften Spielstätten auf. Das Konzerthaus Berlin zählt ebenso dazu wie die Elbphilharmonie Hamburg, die Philharmonie Essen, die Laeiszhalle Hamburg, das Amsterdamer Concertgebouw, der Große Saal im Mozarteum Salzburg, die Salle Cortot, die Cité de la Musique, BOZAR, Flagey, der Palau de la Música Catalana, die Auditorio Nacional de Música Madrid, die Halle aux Grains in Toulouse und die Steinway-Säle in New York, London und Hamburg.

Ihre Konzerte wurden unter anderem von Deutschlandradio, BBC Radio 3, BR Klassik, NDR Kultur, MDR Kultur, SWR Kultur, Radio France, Musique 3, France 3 sowie den Öffentlichen Rundfunkanstalten in Armenien, Radio Mexico und RAI 3 übertragen.

Lilit ist mit zahlreichen Orchestern aufgetreten, darunter die Sinfonia Varsovia, das Orquestra Gulbenkian, das Königliche Philharmonische Orchester von Lüttich und das Armenische Philharmonische Orchester, die Norddeutsche Philharmonie, das Polnische Kammerorchester. Darüber hinaus war sie bei vielen renommierten Festivals zu Gast, etwa beim Schleswig Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Verbier Festival, den Gezeitenkonzerten, dem Kultursommer Nordhessen, dem Festival d’Auvers-sur-Oise, dem Internationalen MusikFestival Colmar, dem MusikFestival Menton und dem Festival Midis-Minimes.

Lilit spielt zudem leidenschaftlich gern Kammermusik und arbeitet regelmäßig mit Künstlern wie Maria João Pires, Sarah Christian, Hiyoli Togawa, Andrei Ioniţă und William Hagen zusammen.

Auf ihrer 2012 bei DiscAuverS erschienenern Debüt-CD spielt Lilit Werke von Scarlatti, Schumann, Bartók und Chatschaturjan. 2017 und 2018 folgten zwei Kammermusikeinspielungen, die von der Kritik hoch gelobt wurden: die eine mit der Geigerin Sarah Christian (Genuin), die andere mit dem Bratschisten Hiyoli Togawa (Naxos). Im November 2018 veröffentlichte das Label Orchid Lilits „Variations sérieuses“ mit Werken von Bach-Busoni, Beethoven, Mendelssohn, Bizet und Szymanowski.

2008 erhielt Lilit den renommierten Kulturpreis des armenischen Präsidenten; auch wurde sie mit Ehrungen von der Staatsdoma der Russischen Föderation und dem Bürgermeister der Stadt Jerewan ausgezeichnet. Lilit ist Erste Preisträgerin bei verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben.

Während ihrer Studienzeit wurde Lilit von verschiedenen Stiftungen gefördert, darunter die Deutsche Stiftung Musikleben, die Safran Stiftung für Musik, die Horst Rahe Stiftung und der Keyboard Charitable Trust. Zudem gewann sie ein Stipendium der Yamaha Music Foundation of Europe und den Tabor Klavierpreis der Akademie des Festivals Verbier.

Fast zehn Jahre lang unterrichtete Lilit an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

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